Pflanzenheilkunde

Die Pflanzenheilkunde wird auch Phytotherapie genannt und bedeutet das Heilen mit Pflanzen. Die Phytotherapie gehört zu den ältesten Heilkunden. Um 1930 begann die Arzneimittelindustrie, Medikamente auf chemisch-synthetischem Weg herzustellen. Die pflanzlichen Mittel wurden in den Hintergrund gedrängt. Erst in den letzten Jahrzehnten entwickelte sich im Rahmen eines verstärkten Naturbewusstseins wieder das Interesse an der Pflanzenheilkunde. Wir kennen heute ca. 3000 Heilpflanzen.

 

Pflanzen wandeln die Energie der Sonne und die Nährstoffe der Erde um und machen sie unserem Körper verfügbar. Sie sind der Ursprung unserer Nahrung, versorgen uns mit lebenswichtigen Nährstoffen und sind eine Quelle vieler Heilstoffe.

In der Pflanzenheilkunde werden ganze Pflanzen oder Teile von ihnen (Blätter, Blüten, Stängel, Wurzeln, Früchte) durch spezielle Verfahren verarbeitet und zum Beispiel als Tee, Kapseln, Tropfen, Salben, Zäpfchen oder ätherische Öle verwendet.

 

Die richtige Ernte, Aufbewahrung und Aufarbeitung sind wesentliche Voraussetzungen für ihre Qualität und ihren Wirkstoffgehalt. Auch sollten die verwendeten Materialen aus kontrolliertem Anbau stammen.

Pflanzliche Arzneimittel erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Aber auch in der Pflanzenheilkunde gilt: bei Einnahme einer erhöhten Menge kann sich die Heilwirkung des Mittels in ihr Gegenteil verkehren.Daher muss auch die Gabe pflanzlicher Heilmittel sorgfältig erfolgen, ihre Möglichkeiten und Grenzen müssen erkannt werden.

 

Dann können akute, chronische oder altersbedingte Krankheiten mit der Heilkraft der Pflanzen in vielen Fällen gut behandelt oder ihnen vorgebeugt werden.

 

Die Phytotherapie, auch Pflanzenheilkunde genannt, wird in Deutschland auf einem sehr hohen Niveau wissenschaftlich erforscht und weiterentwickelt.